Was im asiatischen Raum schon seit Jahren gang und gäbe ist, setzt sich in unserer modernen westlichen Welt nur sehr langsam durch: das Beobachten und Lernen von seinen direkten Konkurrenten. Kaum etwas ist effektiver, als die Angebote und Strategien seiner Mitbewerber genau zu studieren und sein eigenes Handeln daraufhin entsprechend auszurichten. Das gilt natürlich auch für´s Internet und ganz besonders für die Betreiber von Onlineshops. Diese können ihr Business auf ein ganz neues Level heben – nur durch das Beobachten und Analysieren der Konkurrenz, verbunden mit den entsprechenden Maßnahmen im eigenen Shop.
Aus diesem Grund möchten wir hier die wichtigsten Tipps und Tricks präsentieren, wie man seine Konkurrenz umfassend analysieren und so den eigenen Erfolg nachhaltig optimieren kann. Legen wir los!
Produkte
Die Analysemöglichkeiten beginnen mit den im Shop vertriebenen Produkten. Hat der Konkurrent vielleicht Produkte anzubieten, an die man noch nicht gedacht hat und die im eigenen Shop ebenfalls erfolgreich angeboten werden könnten? Dazu sollte man sich alle interessanten Produkte notieren und anschließend im Internet auf die Suche nach den entsprechenden Herstellern oder Großhändlern gehen. Oft werden die Hersteller schon im Angebot des Konkurrenten genannt. Damit dürfte es ein Leichtes sein, diese im Internet zu finden.
Produktbeschreibungen
Nicht nur die Produkte selbst, auch deren Beschreibungen machen einen großen Teil des Erfolgs eines Onlineshops aus. Zunächst sollte man die Länge der Produktbeschreibungen ins Auge fassen. Gut performende Shops geben hier konkrete Hinweise auf die optimale Länge – zu knappe Beschreibungen vertreiben potenzielle Kunden genauso wie zu lange. Ein weiteres Augenmerk sollte auf die Beschreibung selbst gelegt werden: ist sie eher sachlich und klar oder verspielt und fast schon prosaisch? Achtung: Was diesbezüglich erfolgreich ist, hängt auch direkt von der Art der angebotenen Produkte ab. Daher gilt es gerade hier, nur Shops aus dem eigenen Produktumfeld für die Analyse heranzuziehen.
Usability
Analysieren sollte man weiterhin die Usability in den Onlineshops der Konkurrenz. Was machen diese besser? Vielleicht weisen andere Onlineshops eine durchdachtere und leichter zu verstehende Kategorie- bzw. Menüstruktur auf oder die einzelnen Produkte sind besser beschrieben und präsentiert. Auch hier sollte man sich entsprechende Notizen machen und alles aufschreiben, was bei der Konkurrenz offensichtlich besser gelöst ist als im eigenen Onlineshop. Diese Liste lässt sich anschließend als Grundlage für die Verbesserungen im eigenen Shop verwenden.
Zahlungsarten
Zu einer perfekten Usability gehören übrigens auch die angebotenen Zahlungsmethoden im Shop. Analysieren sollte man hier, welche Zahlarten die Konkurrenten überwiegend anbieten. So lässt sich herausfinden, wie die Kunden der betreffenden Onlineshops am liebsten bezahlen. Auch daraus kann man vieles lernen und dann die am meisten verwendeten Methoden auch in den eigenen Onlineshop integrieren. Damit bietet man den Kunden quasi automatisch die beliebtesten Zahlarten an.
Keywords
Kaum ein Shopbetreiber ist sich wirklich sicher, seinen Onlineshop sowie eventuell geschaltete Werbeanzeigen auf alle wichtigen Schlüsselwörter im jeweiligen Produktbereich optimiert zu haben. Mit den entsprechenden Recherchetools im Internet, z. B. dem Keyword-Planer von Google Adwords, lassen sich leicht relevante Keywords finden. Doch auch diese Werkzeuge haben ihre Schwächen und werden unter Umständen nicht alle relevanten Schlüsselwörter anzeigen. Hier hilft, die verwendeten Schlüsselwörter der Konkurrenz zu studieren. Dies kann sowohl durch eine Analyse der geschalteten Werbeanzeigen des entsprechenden Onlineshops geschehen als auch durch einfaches Lesen der Angebotstexte im Inhalt. Auch hier verbergen sich oft Schlüsselwörter, an die man vielleicht noch nicht gedacht hatte, erklärt eine Google Ads Agentur aus Stuttgart dazu.
Kundenfeedback und Bewertungen gezielt auswerten
Öffentliche Kundenbewertungen auf Plattformen wie Trustpilot, Google Reviews oder Marktplätzen stellen eine einzigartige Informationsquelle dar und sollten daher unbedingt in die Konkurrenzanalyse einbezogen werden. Insbesondere wiederkehrende Kritikpunkte bei negativen Rezensionen weisen auf Schwachstellen hin, etwa bei Lieferzeiten, Kundenservice, Produktbeschreibungen oder Verarbeitungsqualität. Diese Defizite bieten wiederum konkrete Anhaltspunkte, um die eigenen Prozesse in Service und Marketing gezielt zu verbessern. Auf der anderen Seite zeigen positive Bewertungen auf, welche Erwartungen die Zielgruppe an Produkte und Dienstleistungen stellt und welche Merkmale in der Branche besonders geschätzt bzw. honoriert werden.
Innovationen der Konkurrenz im Auge behalten
Die Analyse der technischen Infrastruktur von Mitbewerbern gibt Aufschluss über deren digitalen Reife- bzw. Innovationsgrad. Über spezialisierte Analyse-Softwares lassen sich eingesetzte Shopsysteme, Analytics-Tools, Chatbots, Personalisierungsmaßnahmen und E-Mail-Marketing-Systeme herausfinden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf innovativen Tools wie KI-gestützten Produktberatern, Virtual-Try-On-Lösungen oder Treueprogrammen. Das entsprechende Monitoring hilft dabei, relevante und kommende E-Commerce-Trends frühzeitig zu erkennen. Sind die betreffenden Erfolgs- und Innovationsfaktoren gefunden, dienen diese als „Masterplan“ für den eigenen Shop, mit dem man den Mehrwert für die Kunden erhöhen und die Conversionrate steigern kann.
